Christmas Dream

(eine Weihnachtliche Kurzgeschichte von Celine Trotzek)

Wenn Weihnachten vor der Tür stand, hatte ich immer diese Träume. Jedes Jahr verfolgten sie mich. Ich war mir nicht sicher, ob mir meine eigene Fantasie einen Streich spielte oder ich einfach den Verstand verlor.

Der Handlungsort unterschied sich jedes Mal. Doch das Geschehen und die handelnden Personen, sie blieben. Wie eine Vorahnung, die man aus Filmen kannte. Mit dem Unterschied, dass dies kein Film war.

Ich seufzte und rollte mich auf die Seite. Es war acht Uhr morgens und damit viel zu früh für einen Sonntag. Doch es half nichts. Weiterschlafen war nie eine Option gewesen, da ich automatisch in diesen Traum zurückfiel.

Eine Hand landete unterhalb meines Bauchnabels. Seine Anwesenheit machte den Traum nicht besser. Es fühlte sich eher an, als würde ich ihn betrügen. Ohne, dass ich mit einem anderen Mann in Berührung kam. Allein durch meine Fantasie.

Ich schloss die Augen und rief mir den Mann in Erinnerung, der mich jährlich zu verfolgen schien. Er hatte haselnussbraunes Haar, graue Augen und markante Wangenknochen. Auf der Nasenspitze hatte er leichte Sommersprossen, die ich mir selbst immer gewünscht hatte. Es klang verrückt, doch ich kannte seine Stimme nicht. Sein Aussehen ging mir nicht aus dem Kopf, aber seine Stimme hatte ich nie gehört. Dabei wünschte ich es mir. Denn, auch wenn ich es nicht sollte, ich sehnte mich nach einem imaginären Mann, während neben mir jemand reales lag, dessen Ring an meinem Finger steckte.

Georg und ich waren seit drei Jahren ein paar und seit wenigen Monaten verlobt. Ich liebte ihn auf die ein oder andere Weise. An manchen Tagen fragte ich mich selbst, wie das sein konnte. Aber dann kamen wieder diese Momente, die alles andere verblassen ließen.

Ich schob seine Hand weg und stand auf. Das Bett knarzte, während ich mich erhob. Georg wachte natürlich nicht auf. Er konnte schlafen wie ein Murmeltier. Besonders, wenn der Abend zuvor ihn angestrengt hatte.

Meine Füße trugen mich in die Küche, wo ich mir zuerst einen Kaffee machte. Es duftete nach Keksteig, was kein Wunder war, wo ich doch die letzten Tage fast nur mit dem Backen beschäftigt gewesen bin. Ich machte mir nichts vor. Wenn ich auf das leckere Gebäck sah, welches auf der Anrichte stand, kreisten meine Gedanken sofort an den Grund für meinen Backzwang. Das war vermutlich auch der Grund, warum ich noch keinen einzigen von ihnen gegessen hatte. Sie sollten mich lediglich ablenken.

„Das wird schon wieder, Karla“, redete ich mir selbst ein. „Es ist nur eine Phase. Kein Grund gleich über zu reagieren.“

Gern würde ich meinen Worten Glauben schenken. Aber ich konnte nicht. Bereits das Zittern in meinen Händen, während ich nur daran dachte, bewies mir das Gegenteil: Es war eine Konstanze in meinem Leben geworden. Eine, die mich eines Tages noch zerbrechen würde. Im Grunde war ich wie einer der Kekse: Ich wirkte stark, als wäre mein Leben perfekt. In Wahrheit konnte ich jedoch jeden Moment zerbrechen. Eine falsche Bewegung und ich würde zerbröseln.

„Karla?“, rief George.

Ich sah Richtung Schlafzimmer, nippte ein letztes Mal am Kaffee und setzte mich in Bewegung. Im Türrahmen blieb ich stehen. „Ja?“

George war bereits dabei sich anzukleiden. Er sah nicht einmal auf, während er sprach: „Ich komme heute erst spät nach Hause. Auf der Arbeit ist viel los und bis Weihnachten muss alles erledigt sein.“

„Kein Problem. Ich denke, ich gehe in die Stadt und mache noch ein paar Besorgungen. Schlendere vielleicht noch über den Weihnachtsmarkt.“

Zum ersten Mal sah er auf. Mit einem charmanten Lächeln stand er auf und bewegte sich auf mich zu. Er legte die Hand auf meine Wange und gab mir einen sanften Kuss auf die Stirn. „Prima. Dann sehen wir uns heute Abend. Soll ich auf dem Rückweg Pizza mitbringen?“

Ich nickte. „Gern.“

Mit einem letzten Grinsen schob er sich an mir vorbei in den Flur, schnappte sich seine Aktentasche und verschwand durch die Tür. Ich blieb auf der Stelle stehen und atmete tief durch. Bis eben hatte ich gar nicht bemerkt, dass ich den Atem angehalten hatte.

Es war eisig. Der Wind pfiff an mir vorbei und durchkühlte mein gesamtes Gesicht. Selbst durch die Handschuhe konnte ich sie Kälte an den Händen spüren.

Ich trug eine Tasche, in der ich die letzten Weihnachtsgeschenke verstaut hatte. Natürlich ließ ich mir auch dieses Jahr bis auf die letzte Sekunde Zeit, um alle Präsente beisammen zu haben. Es war meiner Faulheit zu verdanken, die mich dazu verleitete es immer und immer wieder aufzuschieben, bis Weihnachten direkt vor der Tür stand.

Ich brauche dringend mehr Selbstdisziplin.

„Gebratene Mandeln, junge Dame?“

Ein bereits ergrauter Herr war vor mir aufgetaucht und hielt mir eine kleine Packung Mandeln vor die Nase, dessen Duft ich automatisch aufsog. Er lächelte herzlich und wartete auf meine Erwiderung.

„Nein danke, ich sollte auf meine Figur achten.“

Er sah an mir herab und lachte. „Auf Ihre Figur? Ich sehe nichts, wofür Sie sich schämen müssten.“

Das mochte auch daran liegen, dass ich eingepackt war wie ein Pinguin. Es bräuchte schon ein Röntgenblick, um meinen Körper in voller Pracht sehen zu können.

„Glauben Sie mir, ich sollte lieber verzichten.“

Der Mann zuckte mit den Schultern, nahm eine Mandel und ließ sie sich schmecken. Er stöhnte vor Entzückung auf. „Die sind ja sooo köstlich!“

Ich konnte nicht anders als zu kichern. „Sollten Sie die denn nicht verkaufen?“

„Mandel?“

Ich schüttelte den Kopf. „Schöne Weihnachten.“

„Schöne Weihnachten auch Ihnen.“

Mit einem letzten Lächeln huschte ich an ihm vorbei Richtung Hütten. Dort tummelten sich bereits die Menschen, tranken Glühwein und quatschten. Sie waren so herzlich zueinander, dass ich nicht anders konnte als neidisch zu werden.

Während ich weiter auf die Menschen starrte, wurde ich an der Schulter angerempelt. Ich stolperte zur Seite, während der fremde Mann mich an fluchte, ich solle aufpassen, wo ich hinlief.

Ich sah ihm hinterher, wie er kopfschüttelnd den Markt verließ. Er wirkte keineswegs in Weihnachtsstimmung.

„Nimm es nicht persönlich. Er hasst Weihnachten und alles, was damit zu tun hat.“

Wie erstarrt blieb ich stehen, als ich die Stimme hörte. Ich kannte sie nicht und trotzdem schien sie so vertraut. Sie legte sich wie Balsam um meine Seele und ließ mich erschaudern.

„Miss? Alles in Ordnung?“

Seine Hand berührte meinen Oberarm, ehe er mich vorsichtig zu sich herumdrehte. Mein Blick suchte automatisch den seinen. Graue Augen sahen mich besorgt an. Die braunen, nein haselnussbraunen, Haare wehten leicht im Wind. Auch die Sommersprossen waren dort, wo ich sie in Erinnerung hatte.

„Sie?“, fragte ich.

Der Mann sah mich fragend an. „Haben wir uns schon irgendwo gesehen?“

Ja, in meinem Traum.

Allerdings konnte ich ihm das nicht sagen. Er würde mich für verrückt halten. Ich begann es selbst zu glauben. Immerhin war es doch unmöglich, dass ich von einem Mann träumte, der auf einmal vor mir stand.

Ich lächelte. „Nein, ähm … Ich habe mich vertan. Sie sahen kurz aus wie jemand, den ich kenne. Tut mir leid.“ Mir entkam ein leicht hysterisches Lachen.

„Geht es Ihnen gut? Sie wirken etwas durch den Wind.“

„Alles in Ordnung. Ich wollte nur eine heiße Schokolade trinken. Tut mir leid, Ihre Zeit verschwendet zu haben.“

Er winkte ab. „Das haben Sie keineswegs. Wenn Sie wollen, begleite ich Sie ein Stückchen.“

Ich nickte lediglich.

Der Mann steckte die Hände in die Jackentaschen. „Wie unhöflich von mir. Mein Name ist übrigens Mikael.“

„Karla.“

Mikael lächelte. Dabei zeigte er die wohl weißesten Zähne, die ich je gesehen hatte. „Was für ein schöner Name.“

„Finden Sie?“

„Allerdings.“

Mikael führte uns zum nächsten Stand, der heiße Getränke anbot und bestellte uns beiden eine heiße Schokolade. Zu meinem Erstaunen ließ er meine mit einem Schuss Baileys verfeinern.

„Woher wussten Sie, dass ich meine Schokolade so trinke?“, fragte ich, während er mir den Becher reichte.

„Sie sehen so aus, als würden Sie auf so etwas stehen.“ Er zwinkerte.

Ist das ein Kompliment?

Wir setzten uns an einen der Tische, die in der Ecke am Kachelofen standen. Mikael begann sofort mich über Weihnachten auszufragen. Was so meine Traditionen waren, wie ich gedachte es dieses Jahr zu feiern oder ob ich zu meiner Familie fahren würde.

Die letzte Frage verneinte ich. „Meine Eltern sind über Weihnachten immer im Süden. Wie die Vögel. Sie hassen die kalte Jahreszeit und versuchen ihr jedes Jahr zu entfliehen.“

„Dabei ist Weihnachten doch die magischste Zeit des Jahres.“

Ich zuckte mit den Schultern. „Das ist Ansichtssache.“

„An Weihnachten geht es um die Liebe. Darum, dass wir erkennen, wer unsere liebsten Menschen sind und mehr Zeit mit ihnen verbringen. Deshalb wundert es mich ein wenig, dass Sie allein über den Markt schlendern.“

„Mein Verlobter arbeitet und meine beste Freundin …“ Die hatte ich seit Monaten nicht mehr gesehen, geschweige denn groß mit ihr gesprochen.

„Ja? Was ist mit ihr?“

„Sie und George kommen nicht gut miteinander aus.“

Er sah etwas ratlos aus. „Und deshalb haben Sie sich für Ihren Verlobten entschieden? Gegen Ihre beste Freundin, die Sie sicher bereits um einiges länger kennen und die mit Ihnen durch Dick und Dünn gegangen ist?“

So wie er das sagte, bekam ich Schuldgefühle. Sie legten sich wie ein Schleier um mein Herz und erdrückten mich. Natürlich wollte ich Susan nicht aufgeben. Sie war wie eine Schwester für mich, doch George war der erste richtige Mann in meinem Leben. Also der Erste, der mich liebte. Das wollte ich ebenso wenig aufgeben.

„Sie versteht das“, redete ich mir selbst ein.

„Dieser George muss aber ein sehr besonderer Typ sein, dass Sie das zwischen Ihnen beiden nicht riskieren wollen.“

Das konnte er tatsächlich sein. Wenn er einen guten Tag hatte. Wenn er nicht die meiste Zeit des Tages arbeitete und sich Zeit für uns nahm. Ohne Stress. Dann war er zuvorkommend, liebevoll und trug mich auf Händen. Er konnte erkennen, was mir Freude bereitete und machte mir die besten Geschenke.

Allerdings gab es in letzter Zeit weniger solcher Momente. Sie waren eher grau. George war dauerhaft unter Strom. Er trank gern ein Glas zu viel, ließ mich links liegen oder war voller Wut über seine Arbeit. An diesen Tagen trat er unsere Beziehung mit Füßen.

Beinahe automatisch berührte ich mein linkes Handgelenk. Erst vorgestern hatte er mir lautstark erzählt, was auf seiner Arbeit schieflief und dabei nicht gemerkt, wie stark er mich gepackt hatte. Er hatte sich mit einer Rose für den Vorfall entschuldigt. Doch sie geisterte noch immer in meinem Kopf herum. Die Angst, die ich auf einmal vor ihm hatte. Eine Angst, die ich in den letzten Wochen des Öfteren gespürt hatte.

Ich lächelte gezwungen, in der Hoffnung Mikael hätte nichts von meinen Stimmungsschwankungen mitbekommen. Seinem Gesichtsausdruck nach zu urteilen, hatte er es jedoch gemerkt.

Er legte seine Hand auf meine und sah mich mitfühlend an. „Jede Beziehung wird einmal schwer. Dennoch sollte man ab einem gewissen Punkt darüber nachdenken, ob es sich noch lohnt.“

Seine Worte waren voller Wärme, aber sie stachen wie Messer in mein Herz. Ich wusste, dass er recht hatte. Doch ich wollte es nicht wahrhaben.

„Am besten gehe ich nach Hause. George wartet sicher bereits auf mich.“

Während ich mich erhob, tat er dasselbe. „Ich begleite Sie.“

„Nicht nötig“, winkte ich ab und war bereits dabei mich auf den Weg zu machen. Mikael blieb zurück, sah mir nach und sah alles andere als begeistert aus.

Den ganzen Weg zurück zur Wohnung dachte ich über die Begegnung nach. Wie oft, hatte ich mir gewünscht ihm zu begegnen? Jetzt, wo mein Wunsch in Erfüllung gegangen war, da wusste ich nicht mehr, was ich mir erhofft hatte.

Stärke?

Klarheit?

Aber über was?

Seine Worte geisterten noch immer in meinem Kopf herum. Es kam mir so vor, als wäre er bewusst auf George zu sprechen gekommen, um mir diesen Rat zukommen zu lassen. Was nicht möglich sein konnte, da er weder mich noch George kannte. Er konnte nicht wissen, dass unsere Beziehung Risse hatte.

Genauso wenig, wie er über meine Baileys-Leidenschaft Bescheid wissen kann …

Ich stieß die Tür zur Wohnung auf und blieb erstarrt im Flur stehen. George fluchte lautstark und kramte in den Fächern in der Küche herum. Ganz langsam näherte ich mich dem Türrahmen und spähte hinein.

„Wo ist der verdammte Schäler?!“

Er riss eine Schranktür nach der anderen auf und durchwühlte die Fächer darin. Auf dem Tresen lag ein Apfel, den der offensichtlich von seiner Schale befreien wollte. Er hatte die Angewohnheit Äpfel niemals mit der Schale zu essen.

„Karla“, sagte er, ohne sich zu mir zu drehen.

Ich erstarrte erneut.

„Weißt du, wo der Schäler ist?“

„Nein“, brachte ich hervor und schluckte. „Ich habe ihn seit Tagen nicht benutzt.“

Er fuhr herum, stützte sich am Tresen ab und atmete tief durch. Erst jetzt roch ich die Alkoholfarne.

„Hast du getrunken?“

„Das geht dich nichts an!“

„In der Schublade liegen Messer. Damit kannst du die Schale auch entfernen“, erwiderte ich und ging ins Wohnzimmer. Es war besser, wenn ich genug Abstand zwischen uns brachte.

Bereits auf dem Couchtisch entdeckte ich die Flaschen. Sie standen direkt neben dem Adventskranz. Weihnachten war das Fest der Liebe. Aktuell empfand ich nur wenig davon.

Ich ging zum Weihnachtsbaum, der bereits perfekt geschmückt in der Ecke stand. George und ich hatten uns vor ein paar Tagen die Zeit genommen und eine Kugel nach der nächsten hineingehängt. Es war ein wildes durcheinander an Farben: Rot, Rosa, Silber, Gold und Weiß. Zwischendrin hingen auch Figuren.

Wir hatten gelacht, uns geküsst und darüber nachgedacht zu Weihnachten zu heiraten. Zu der besinnlichen Zeit, an der alles möglich war.

Meine Knie wurden weich und ich sank zu Boden. Tränen rannen über die Wangen und hinterließen eine salzige Spur.

Was mache ich mir hier vor? Es ist ein Glücksspiel, ob er einen guten oder einen schlechten Tag hat. Das kann doch nicht meine Zukunft sein!

„Wo ist das Bier?“, schrie George.

Das hast du getrunken.

Er kam ins Wohnzimmer und warf sich stöhnend auf die Couch. „Wärst du so frei noch einmal in den Supermarkt zu fahren und mir eins zu besorgen?“

Ich hatte genug.

Genug davon, dass er mir Weihnachten kaputt machte.

Genug davon, dass er seine Wut an mir ausließ.

Genug davon, dass er mich unter Alkoholeinfluss wie seine Bedienstete behandelte.

Genug davon, dass er unsere Liebe mit Füßen trat.

„Nein“, antwortete ich und umfasste den Ring. „Ich bin nicht deine Angestellte, George. Außerdem tut dir Alkohol nicht gut.“ Mutig stand ich auf und drehte mich zu ihm um. „Liebst du mich?“

Er zog die Brauen hoch. „Was soll die Frage? Natürlich tu ich das.“

„Warum sagst du mir das so selten? Warum verabscheust du Susan so sehr?“

George legte den Kopf schief und schien über meine Frage nachzudenken. Oder darüber, ob ich den Verstand verlor. Er sah zu meiner Hand, die fest entschlossen war den Ring von meinem Finger zu ziehen und verengte die Augen. „Wer ist er?“

Ich riss die Augen auf. „Was meinst du?“

„Wer ist der Bastard.“ Er hatte die Stimme erhoben.

„Es gibt niemanden.“

„Lüg mich nicht an!“

„George, du hast getrunken und reimst dir was zusammen. Ich betrüge dich nicht.“

Er lachte höhnisch auf, ehe er aufstand und auf mich zukam. Ich wollte zurückweichen, doch er war schneller, packte mich und schlug mir mitten ins Gesicht. Taumelnd stützte ich mich an der Wand ab und verhinderte so, dass ich zu Boden fiel. Mein Gesicht schmerzte, erneute Tränen kullerten über meine Wangen. Ich sah all die schönen Momente unserer Beziehung an uns vorbeiziehen und wusste, dass es hoffnungslos war.

George würde sich nicht ändern.

Ich zog den Ring vom Finger und warf ihn ihm vor die Füße. „Ich lasse mich nicht so behandeln.“ Meine Stimme zitterte, trotzdem war ich stolz auf meine Worte.

Die Wut war ihm im Gesicht abzulesen. Ehe er die Kontrolle verlor, flüchtete ich aus der Wohnung, rannte die Straße hinunter und machte erst vor einem Café halt.

Mein Leben lag in Scherben.

Ich war so erleichtert wie schon lange nicht mehr und lächelte.

„Karla?“

Mikael stand vor mir.

„Haben Sie Lust auf einen Café?“, fragte ich ihn. „Mir ist gerade nach etwas Magischem.“

„Wurde aber auch Zeit“, erwiderte er und öffnete mir die Tür. „Was hat Ihre Meinung geändert?“ Er deutete auf den Finger, an dem der Abdruck des Ringes klar zu erkennen war.

Mein Blick suchte den seinen, ehe ich grinsend sagte: „Ein weihnachtliches Wunder.“

Geschrieben von: Celine Trotzek

Bild: pixabay

×
Product added to cart

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.