Immer noch wir

Ella Janus

Klappentext:
Plötzlich stehen sie sich auf einer Party gegenüber: Lina und Joe. Unbekannt und doch seltsam vertraut. Als die beiden eine Nacht später entdecken, wie lang sie sich schon kennen, ist es um ihre Herzen bereits geschehen. Doch mit den Gefühlen füreinander wächst auch Joes Impuls zu fliehen. Kann Lina ihn davon überzeugen, dass es für die Liebe immer eine zweite Chance gibt?

Rezension:
Zwei Menschen treffen in einer Bar aufeinander und haben das Gefühl, dass sie sich kennen, dass sie sich irgendwann schon einmal begegnet sind.
„Diese Augen, obwohl es dunkel ist, weiß ich genau wie sie im Hellen aussehen. Wer ist das?“
So erging es Joe und Lina und dann begannen sie daran zu arbeiten, herauszufinden woher sie sich kennen.

Für mich ist es wieder mal eines dieser Bücher das ich am liebsten verschlingen wollte, nur damit ich weiß wie es ausgeht.
Auf der anderen Seite wollte ich aber ganz langsam lesen, damit ich mehr Zeit mit den beiden Protas verbringen kann.

Als großen Spruch würde ich über diese Geschichte den Spruch des Musikers Casper benutzen „Der Sinn des Lebens ist leben.“
Egal, was du alles erlebt hast, du hast es immer selbst in der Hand etwas aus deinem Leben zu machen.

Spring über deinen Schatten, das ist es auch was ich Joe die ganze Zeit zurufen wollte. Joe, dieser Mann der geprägt ist von Erlebtem,
Angst, vor allem was Groß ist oder Groß werden könnte, der sich am liebsten vor der Welt verschließen möchte, wäre da nicht Lina.
Diese Frau, die so verdammt groß ist, bei der er sich aber auch sicher fühlt. Diese Frau die vor Leben strotzt.
Die so quirlig ist und die, wie er auch, ihre Arbeit in etwas gefunden hat was sie sehr gern macht.
Diese Frau die ihn und sein Leben permanent durcheinander wirbelt.

Die Charaktere in diesem Buch sind zum Teil sehr groß und mächtig. Sie sind mit einer Menge Eigenschaften ausgestattet und das macht sie alle durchweg interessant.
Man kann ihre Probleme gut nachvollziehen, besonders gut ist dies bei den beiden Protas Joe und Lina zu sehen, die beiden sind mit massenhaft Ecken und Kanten ausgestattet.
Sie wirken dadurch sehr tiefgründig, spannend und auch liebevoll. Sie sind einfach sehr empathisch.
Ihre Art mit einander umzugehen, ist besonders. Lina die immer wieder Unordnung stiftet, und zwar bewußt.
Die immer wieder versucht, Joe aus der Reserve zu  locken.

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut. Er hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Er ist fesselnd, bindet an die Geschichte, und er kann witzig und traurig zu gleich sein. Du möchtest lachen und gleichzeitig bleibt dir dein Lachen bei der nächsten Szene im Hals stecken.
Es gibt nicht sehr viele Bücher, die mich zu Tränen rühren, dieses gehört aber definitiv dazu.
Der Spannungsbogen ist gut gezogen, immer wieder passiert irgendetwas.
Und auch, wenn man natürlich erahnen (wissen) kann, dass die beiden sich am Ende bekommen, so bleibt es immer wieder spannend im Hinblick darauf.

Danke für diese wundervolle Geschichte und das ich sie bereits vor vielen anderen lesen durfte.


Fazit:
Eine Liebesgeschichte, die oft witzig und tot traurig zu gleich ist, die mich zu Tränen rührte und die mich gern noch länger hätte bei den Charakteren verweilen lassen können.

Rezensentin:
Antje Chilla
Quelle: https://www.lesenimdunkeln.de/2019/immer-noch-wir/?fbclid=IwAR0cM2Z2y4X7DCbRlgfL6kM71RpNWDj3rmnxkmKhR2AjynFnHDstEKSiexY

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