Just me – Amy Lawson

James

Es ist dunkel in dieser Straße. Nur alle paar Meter gibt es eine Laterne, deren Licht sich in den Pfützen spiegelt, die der Sommerregen von heute Nachmittag hinterlassen hat. Dieser Regen liegt noch immer in der Luft, warm und feucht, ein wenig erdig. Ich liebe es, wenn es nach heißen, drückenden Tagen endlich regnet und sich die Luft abrupt abkühlt. Ich laufe die Straße entlang, neben mir fährt ein Auto durch eine Pfütze und spritzt Regenwasser an meine nackten Waden. Auch das empfinde ich als wunderbar, das Gefühl des kühlen Wassers auf meiner von Sommer erhitzten Haut. Meine High Heels klackern über den Boden, irgendwo dort vorn ist der Club, in den ich manchmal gehe, um neue Kunden zu finden. Aber nicht heute Abend. Heute Abend habe ich etwas anderes vor. Ich atme tief den Duft dieser Sommernacht in meine Lungen, streife mein kurzes, enges Minikleid an meinen Oberschenkeln herunter. Es rutscht immer ein Stück nach oben, wenn ich laufe. Obwohl es dunkel ist und mich schon sehr viele Menschen nackt gesehen haben, will ich nicht, dass die Menschen, die mit mir und meinem Job nichts zu tun haben, sehen können, dass ich unter diesem Kleid nackt bin.

Ich habe kein Problem mit meiner Nacktheit, solange sie dortbleibt, wo sie hingehört, in meinem Job als Escort. Gelegentlich auch bei den seltenen Gelegenheiten, wenn ich einfach nur ich bin und als ich Sex habe mit einem netten Kerl, den ich irgendwo kennengelernt habe. Nicht als das Escort-Mädchen Amy, sondern als Olivia.

Hinter mir höre ich Schritte, keine Absätze, schwere, weite Schritte. Sie nähern sich langsam, das Wasser schmatzt unter den Sohlen. Ich sehe über die Schulter zurück, aber erkenne nur einen dunklen Schemen, der sich gerade in der Mitte zwischen zwei Laternen befindet, genau im dunkelsten Bereich. Dieser Schemen hat breite Schultern, das ist das einzige, was ich erkennen kann. Langsam gehe ich weiter, mein Kleid rutscht wieder hoch, ich lasse es diesmal, gehe noch ein paar Schritte weiter und streiche es erst nach unten, als ich das Gefühl habe, dass kalte Luft direkt auf meine Schamlippen trifft. Ich seufze leise, weil ich besonders empfindlich dort unten bin nach der Rasur vorhin. Für meinen letzten Kunden hatte ich die Schamhaare ein wenig wachsen lassen, weil er darauf stand, wenn sie ein paar Millimeter lang und weich sind. Heute habe ich sie wieder rasiert und gleich fühlt sich alles viel empfindlicher an. Oder ich bilde

es mir nur ein, weil heute irgendwie alles viel weicher, heißer, sehnsuchtsvoller ist an mir.

Unter einer Laterne bleibe ich stehen, öffne meine Clutch und nehme den dunkelroten Lippenstift heraus. Ich ziehe meine Lippen nach, kontrolliere mein Make up in meinem kleinen Taschenspiegel und stecke alles wieder zurück. Mit einem Lächeln stelle ich fest, dass sich die Schnalle einer meiner Sandalen geöffnet hat. Hinter mir höre ich noch immer die Schritte. Ich bücke mich und schließe die Schnalle und ärgere mich, als sie sich gleich wieder öffnet. Plötzlich werde ich von hinten gepackt, eine Hand drückt sich in meinen Nacken, Finger umklammern meinen Hals und zerren mich nach oben und zurück gegen eine Brust. Ich keuche erschrocken auf, als sich ein Arm um meinen Unterkörper legt und die Hand aus meinem Nacken sich auf meinen Mund drückt. Sehr hart und schmerzhaft fest. Ich stöhne gegen die Hand, die meine Lippen gegen meine Zähne drückt und zapple mit den Beinen, als ich hochgehoben werde. Mein Kleid rutscht mir bis über das Schambein nach oben und entblößt meinen Unterleib. Panisch versuche ich mich umzusehen, aber weit und breit ist niemand zu sehen. Niemand, der meine nackte Scham sehen kann. Ich wehre mich wieder, treibe meine Fingernägel in den Unterarm, der quer über meinem Bauch

liegt und versuche die Hand von meinem Gesicht zu schütteln. Ich quieke, aber mein Schrei wird von eben dieser Hand geschluckt.

»Hör auf, dich zu wehren«, flüstert mir eine dunkle, heisere Stimme ins Ohr und heiße Luft trifft auf meine Wange.

Tatsächlich erstarre ich für einen Moment, aber dann besinne ich mich und fange wieder an zu zappeln. Der Mann trägt mich in eine dunkle Gasse direkt vor uns, auf dem Weg dorthin verliere ich den lockeren Schuh. Meine Handtasche schlackert vor meinen Beinen herum, wenn ich strample, stoße ich mit meinen Knien dagegen.

Als die Dunkelheit der Gasse uns vollkommen verschluckt hat, werde ich wieder heruntergelassen. Ich werde hinter einem Müllcontainer mit dem Gesicht gegen eine raue Wand gedrückt, eine Hand liegt auf meinem Hinterkopf und hält mich fest, die andere streicht an meiner Hüfte entlang nach oben. Ich höre ihn ganz nah hastig und aufgeregt atmen, seine Lippen berühren meine Wange, meinen Hals, er leckt über meinen Nacken und ich erschauere. Er riecht nach Aftershave, herb und würzig, angenehm gut. Ich zittere, als er seine Hand auf meinen Oberschenkel legt, sie dann nach oben schiebt und meinen Hintern streichelt.

»Hast du geglaubt, du kannst mir deinen Arsch entgegenstrecken und das bleibt unbestraft«, sagt er keuchend und drängt seinen Körper gegen meinen. Er drückt seinen Unterleib gegen meinen nackten Hintern und ich kann spüren, wie sich seine Erektion

zwischen meine Backen drückt. Mein Herz rast, ich schnappe zitternd nach Luft und stemme die Hände gegen den rauen Putz der Wand.

»Bitte«, wimmere ich und versuche mich, gegen ihn zu drücken, ihm auszuweichen, mich aus seiner Umklammerung zu winden.

»Bitte was?«, will er knurrend wissen, drückt seine Nase gegen meinen Hals und riecht an mir. Seine Finger fassen in mein Haar am Hinterkopf und ziehen grob daran. Seine andere Hand drückt meine Arschbacke, wandert dann nach unten und streicht sanft über die Innenseite meines Schenkels nach oben. Mein Puls rast mittlerweile so heftig, dass ich außer dem Rauschen in meinen Ohren kaum noch etwas anderes hören kann. Er drückt seine Hand zwischen meine Beine, schiebt einen Finger zwischen meine Schamlippen und berührt meine Klitoris. »Mehr hiervon?«, will er höhnisch lachend wissen und ich jammere auf, stoße einen spitzen Schrei aus, als er einen Finger in mich stößt. »Antworte mir«, fordert er hart und stößt sein Becken gegen mich. Er schiebt einen zweiten Finger in mich und stöhne verzweifelt auf.

»Mehr davon«, fordere ich jetzt und schiebe ihm meinen Hintern entgegen.

Er lacht, zerrt mein Kleid von meinen Schultern und knabbert an meinem Hals. Er küsst meinen Nacken, leckt über die empfindliche Stelle und presst seine Erektion immer fester gegen meinen Hintern. Seine Finger stoßen in mich, ich bin so feucht, dass ich noch den kleinsten Windstoß auf meiner Scham spü

ren kann. Er bewegt seine Hand schneller, krümmt die Finger in mir und reibt über meinen G-Punkt. Seine andere Hand löst sich aus meinem Haar und legt sich auf eine meiner Brüste, drückt sie grob, dann wieder sanft, zupft an meiner Brustwarze durch den rauen Stoff meines Kleides hindurch und lässt Blitze von meiner Brust bis tief in meine Mitte schießen. Ich stöhne laut aus, als mein Unterleib sich fest um seine Finger zusammenzieht. »Ja, mehr«, flehe ich ihn an.

Mein Körper steht so sehr unter Strom wie nur selten. Es ist diese Nacht, die schwüle Hitze, die nur hin und wieder von einem lauen Lüftchen durchdrungen wird und dieser Mann hinter mir, dessen Gesicht ich noch niemals gesehen habe. Ich weiß nicht, wer er ist. Er ruft an, nennt mir einen Ort und überfällt mich aus dem Dunkel heraus. Es macht ihn an, mich so hart und unerwartet wie möglich zu nehmen. Es so aussehen zu lassen, als würde er mich mit Gewalt nehmen. Es ist jedes Mal ein Spiel, das Adrenalin in Mengen durch meinen Körper katapultiert, weil ich nie weiß, was er tun wird. Manchmal lässt er mich nur einfach stundenlang durch die Stadt laufen, taucht hier und da mal hinter mir auf. Manchmal schickt er mich in eine Bar, überfällt mich auf der Toilette, manchmal zerrt er mich in ein Auto. Und manchmal ist er nicht allein.

»Bleib so«, befiehlt er mir. Er lässt niemals zu, dass ich ihn ansehe. Ich weiß nur, er heißt James und bezahlt immer Bar.

Ich schließe die Augen und konzentriere mich auf meine zitternde Atmung und das heiße Pulsieren zwischen meinen Schenkeln. Dieses sehnsuchtsvolle Ziehen, das nur gestillt werden kann, wenn er endlich in mir sein wird. Ich höre wie er seinen Gürtel öffnet, dann den Reißverschluss herunterzieht und wappne mich dafür, von ihm genommen zu werden. Ich drücke meine Hände fester gegen die Steinwand, recke meinen Hintern weiter nach hinten und öffne meine Beine für ihn. Das Kleid ist längst nur noch ein Gürtel um meine Taille herum, ansonsten bin ich nackt. Ich spüre den kühlen Sommerhauch auf meiner feuchten, erhitzten Haut und ein Schauer überläuft mich.

Endlich packt er meine Hüften mit beiden Händen, dann spüre ich seinen Schwanz an meinem Eingang, er drückt sanft dagegen, zieht sich zurück und kommt sofort zurück, um sich langsam in mich zu schieben.

Sein Schwanz ist breit, sehr breit. Es fühlt sich immer an, als würde er mich bis an meine Grenzen dehnen, wenn er in mir ist. Für einen Moment raubt mir das Gefühl, jedes Mal den Atem. Ich schnappe nach Luft, als er komplett in mir ist und genieße dieses Wandeln zwischen Schmerz und Erregung, dass diese Vollkommene Fülle in mir auslöst.

Er beginnt sich in mich zu stoßen, als er fühlt, dass ich mich entspanne und mein Körper seine Größe zu akzeptieren beginnt.

»Verdammt, du fühlst dich jedes Mal gut an«, sagt er keuchend und bewegt sich schneller.

Mir wird heiß und überall spüre ich dieses prickelnde Feuer in mir, das sich von der Stelle zwischen meinen Beinen bis in meine Zehenspitzen verteilt. Ich muss mich mit meinem nackten Fuß auf die Zehenspitzen stellen, um den Größenunterschied auszugleichen, dadurch habe ich Probleme mit dem Gleichgewicht, aber das macht mir nichts aus, weil ich nur noch ihn in mir fühle. Diesen unbekannten Mann, dessen Gesicht ich nicht kenne, von dem ich nicht einmal weiß wie alt er ist.

Er schiebt eine Hand um mich herum und drückt den Ballen grob auf meine klopfende Klitoris. Blitze zucken durch mich hindurch und ich stöhne laut auf, als noch mehr Hitze sich durch meinen Körper wälzt. Ich atme schwer. Auch sein Atem hinter mir geht schwer, stockend und laut. Ich spüre die extreme Reibung in mir, die nur seine Größe hervorrufen kann. Alles in mir zieht sich zusammen, kribbelt vor Verlangen und Erregung, meine Knie zittern so sehr, dass ich alle Kraft brauche, um mich aufrecht zu halten.

»Oh mein Gott, ja«, keuche ich laut auf und stemme meinen Hintern gegen seine Stöße. Und dann zerreißt es mich. Wellen schießen durch meinen Körper bis in meine Zehen, ich ziehe mich fest um ihn zusammen und komme so heftig, dass mir für Sekunden ganz schwindlig wird. Mir bleibt die Luft weg, während mein Unterleib zittert und sich immer wieder zusammenzieht.

»Eng, verdammt«, stöhnt er abgehackt hinter mir, erstarrt, stößt in mich und erstarrt wieder. Ich fühle, wie er in mir kommt, danach legt er beide Arme um meine Taille und lehnt sich mit mir zusammen gegen die Wand.

Wir versuchen beide einige Sekunden lang wieder zu Atem zu kommen, ich sauge den Geruch seines Aftershaves ein, das so extrem männlich riecht und frage mich wie so oft, warum ich ihn nie ansehen darf. Ist er ein Prominenter, verheiratet, entstellt? Ich genieße seine Wärme an meinem Körper. Er gönnt uns beiden immer nur wenige Atemzüge, dann löst er sich von mir, drückt mir einen Bündel Scheine in die Hand

die Hand und verschwindet. Auch dieses Mal macht er es genau so. Ich könnte versuchen, einen Blick auf ihn zu erhaschen, sobald er aus der Gasse heraustritt unter die Laterne, aber das tue ich nicht. Ich verstoße niemals gegen die Regeln, die meine Kunden aufstellen. Sie müssen mir vertrauen können so wie ich ihnen. Das ist wichtig in diesem Beruf.

Ich warte, bis er verschwunden ist, dann löse ich mich von der Wand, atme noch ein paar Mal durch und ziehe mein Kleid herunter. Mit nur einem Schuh humple ich aus der Gasse heraus und bin froh, dass mein zweiter Schuh noch immer dort liegt, wo ich ihn verloren habe.

 

Elena MacKenzie

Diese Geschichte ist Teil der erotischen Abenteuer, die Amy Lawson während ihrer Arbeit als Escort erlebt.

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