Hot Chocolate – Promise

Hot Chocolate – Promise

Wer Erfahrung mit Wohngemeinschaften hat weiß, dass es manchmal gar nicht so einfach ist, die richtigen Mitbewohner zu finden. Genauso geht es Lisa in meinem Roman „Hot Chocolate – PROMISE“, wie man in der folgenden kleinen Szene erkennen kann.

PROMISE ist die Vorgeschichte meiner Hot Chocolate-Serie in Romanlänge und beschreibt wie sich die legendäre WG von Ava, Jill, Kate und Lisa gefunden hat! Wer die Serie noch nicht kennt, fängt am besten damit an.

Klappentext:

Das ausschweifende Liebesleben seiner Ziehtochter Lisa geht Freddy langsam aber sicher gegen den Strich. Damit endlich wieder ein bisschen Ruhe einkehrt, soll Lisa ausziehen und im Penthouse über seiner Bar Hot Chocolate eine WG gründen. Leider hat Lisa keine Freundinnen, die mit ihr dort einziehen wollen, und so sucht Freddy die Kandidatinnen selbst aus: die zurückhaltende Kate, das lebenslustige Surfergirl Jill und die schlagfertige Medizinstudentin Ava. Vier junge, völlig unterschiedliche Frauen in ei

ner WG? Das verspricht emotional, sexy und wild zu werden.

Während Kate erste sexuelle Erfahrungen mit dem deutlich älteren Literaturprofessor Richard macht, verdrehen Jill und Lisa auf Hawaii gleich mehreren Jungs (und Mädels) den Kopf, und Ava muss nach einem nervenaufreibenden Einsatz im Krankenhaus überschüssige Energie loswerden – da nimmt sie wohl oder übel mit ihrem verhassten Kollegen Zane vorlieb …

In „Hot Chocolate – Promise“ wird endlich verraten, wie die vier Ladies sich kennenlernen und die legendäre WG gründen. Die Vorgeschichte zur eBook-Serie hat Romanlänge und kann völlig unabhängig gelesen werden. Für Fans werden jedoch einige prickelnde und interessante Details über die Ladies enthüllt – und natürlich viel nackte Haut.

Weitere Bücher der Serie:

Hot Chocolate – Ava & Jack (Episode 1.1)

Hot Chocolate – Jill & George (Episode 1.2)

Hot Chocolate – Kate & Blue (Episode 1.3)

Hot Chocolate – Lisa & Dan (Episode 1.4)

Hot Chocolate – The Ladies (Romanversion der 1. Staffel)

Hot Chocolate – Love (Episode 2.1)

Hot Chocolate – Pleasure (Episode 2.2)

Hot Chocolate – Lust (Episode 2.3)

Hot Chocolate – Passion (Episode 2.4)

Hot Chocolate – Forever (Episode 2.5)

Hot Chocolate-Quickie – Fay & Enrico

Hot Chocolate-Quickie – Merry X-Mas

Leseprobe aus Hot Chocolate – PROMISE

»Danke. Warte bitte bei den anderen da drüben. Ich sehe mir jetzt eure Bewerbungen in Ruhe an und gebe euch dann gleich Bescheid.« Lisa deutete knapp auf den Nebentisch.

»Okay. Und du denkst, ich habe wirklich eine Chance?« Der pickelige junge Mann mit den strähnigen Haaren sah sie scheu an.

»Wenn du noch weiter dumme Fragen stellst, dann nicht«, entgegnete Lisa harsch, und der nerdige Typ schlappte mit hängenden Schultern zu dem Grüppchen anderer Männer, die ihn missmutig musterten.

Lisa ignorierte ihn und alle anderen. Sie übertrug die Ergebnisse aus ihrem Fragebogen in eine Excel-Tabelle.

Freddy, der sich das Spektakel während der letzten

zwei Stunden aus der Ferne angesehen hatte, trat nun näher. »Willst du mir vielleicht mal verraten, was genau du jetzt vorhast?«

»Ich hab dir doch schon vorhin erklärt, dass ich ein Mitbewohner-Casting mache.« Lisa blickte nur kurz von ihren Datenblättern hoch. »Du hast mir am Montag eröffnet, dass ich ins Penthouse ziehen und mir Mitbewohner suchen muss. Genau das tue ich im Moment.«

»Kennst du die Herren näher?«

»Was heißt schon ›näher‹? Ich kenne sie. Teils aus der Uni, teils aus dem Hackerclub, teils vom Training. Sie müssten okay sein. Ob sie passen, werde ich gleich wissen, denn ich habe einen Algorithmus entwickelt, der nach einem ähnlichen Prinzip funktioniert wie eine Partnervermittlung. Ich habe die Parameter, die mir bei möglichen Mitbewohnern wichtig sind, als Basis genommen und anhand dessen einen Fragebogen für die Kandidaten erarbeitet. Wenn ich alle Daten eingegeben habe, brauche ich nur noch einen Knopf zu drücken und weiß genau, wer einziehen darf und wer nicht.«

»Interessant«, murmelte Freddy und vertiefte sich in die Fragebögen. Nach einer Weile sah er hoch und fragte: »Inwiefern sind die Essgewohnheiten deiner potenziellen Mitbewohner relevant? Nein, halt, lass es mich anders formulieren. Ich könnte durchaus verstehen, dass du ein Problem mit einem Steak-Fan hättest, wenn du militante Veganerin wärst – oder umgekehrt. Aber was sagen die Antworten auf Fragen wie ›Trinkst du deinen Kaffee – a: schwarz – b: mit Milch – c: mit Zucker – d: mit Milch und Zucker – e: mit Soja-, Hafer-, Nussmilch?‹ über den Charakter eines Menschen aus? Ist das nicht herzlich egal?«

Lisa sah ihren Ziehvater verständnislos an. »Also gerade von dir hätte ich mehr erwartet. Du bist doch tödlich genervt, wenn ein Gast einen doppelten Vanilla-Choc-Macchiato bestellt. Diese Unterkategorie steht übrigens auf der nächsten Seite. Aber um auf deine Frage zurückzukommen: Es ist sogar sehr relevant! Ein Typ, der seinen Kaffee mit Hafermilch und Zucker trinkt, ist die totale Pussy und kommt von daher nicht in Frage!« Das war in ihren Augen Erläuterung genug, und sie setzte die Dateneingabe fort.

»Das ist nicht dein Ernst«, platzte es Augenblicke später aus Freddy hervor. Er war auf Seite drei angelangt. »›Wie stehst du zu Oralsex? a: Ich stehe total drauf, wenn mir jemand den Schwanz lutscht! – b: Ich lecke gerne Frauen zum Orgasmus! – c: Finde ich ekelhaft.‹« Lisa zuckte nur mit den Schultern, und Freddy musterte den Trupp Bewerber am Nebentisch. »Du hast ›d: Ich habe keine Ahnung, wovon du sprichst!‹ vergessen«, sagte er. »Ich wette, dass zwei Drittel dei

nes Nerd-Kommandos da drüben bislang nur mit ihrer rechten Hand Sex hatten!« Er schüttelte den Kopf und las weiter bis zu der Stelle »Hättest du gerne Sex mit mir? a: Ja – b: Nein – c: Ich weiß nicht«. »Lisa, Schatz. Mal abgesehen von der Tatsache, dass ich gar nicht wissen will, was du dir von diesen Antworten versprichst, glaubst du ernsthaft, du bekommst da eine ehrliche Antwort?«

»Natürlich. Die sind doch gar nicht in der Lage, zu lügen. Und jetzt lass mich bitte weitermachen. Ich will das Thema hier noch heute beenden.«

»Das Thema können wir auf der Stelle beenden, denn keiner der acht Herren wird mit dir ins Penthouse ziehen!«

»Was?«, rief Lisa empört. »Ich werde doch wohl entscheiden dürfen, mit wem ich zusammenleben möchte!«

»Das dürftest du, wenn du dich auf deinen gesunden Menschenverstand berufen würdest. Abgesehen davon kann ich keinen dieser Jungs hier im Hot Chocolate beschäftigen – und du weißt, das ist ein Teil des Deals. Mietfreies Wohnen gegen Arbeit in der Bar.«

»Aber …«

»Aber was? Ich würde sie einstellen, wenn ich vorhätte, den Laden hier in Konkurs gehen zu lassen.«

»Das ist fies.« Lisas volle Lippen wurden zu einem schmalen Strich. »Die meisten von ihnen könnten eine tadellose Website programmieren.«

»Und wie viele Internetseiten brauche ich wohl?«, brummte Freddy. »Die Dienste der besten Web-Masterin der Stadt habe ich mir schon gesichert. Nein, meine Süße, so läuft das nicht. Ich habe ohnehin eher an Frauen gedacht.«

»Aber ich kenne keine Frauen«, jammerte Lisa.

»Ganz genau das ist das Problem. Du hast keine Freundin, und das ist sehr schade. Ich bin überzeugt davon, dass es dir nur guttun würde, wenn du dich mit gleichaltrigen Frauen anfreunden würdest.«

»Das sind aber alles dumme Zicken! So wie die da!« Sie deutete auf Ava, die gerade einen Song anstimmte. »Ein dummes kleines Häschen, das nicht einmal singen kann.«

»Dieses Häschen studiert Medizin, singt hervorragend und ist mindestens einen halben Kopf größer als du«, erklärte Freddy, und ein feines Lächeln umspielte seine Mundwinkel. »Vielleicht sollten wir sie mal fragen, ob sie eine Wohnung sucht? Ich denke, sie wäre perfekt!«

»Perfekt? Wofür?«, schrie Lisa aufgebracht. »Hör ihr doch mal zu! Sie tötet gerade einen deiner Lieblingssongs!«

»Zugegeben, ihre Version von Fever ist noch ausbaufähig«, bemerkte Freddy amüsiert.

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