Geschichten aus dem Central

Es ist dunkel, die sich bewegenden Lichter und der Nebel rauben mir die Sicht. Schlimm finde ich es nicht, ich würde mich auch blind im Central zurechtfinden. Ich kenne jeden Winkel, jeden Zentimeter, jedes schummrige Eckchen. Die laute Musik dröhnt in meinen Ohren und der Bass vibriert unter meinen Füßen. Alles wie immer, alles wie jeden Samstagabend.

Gelangweilt lehne ich am Tresen meiner Stammkneipe und nippe an meinem Gin-Tonic. Ich liebe diese Bar wirklich, aber irgendwie habe ich heute keine Lust auf das gleiche Programm. Viele der Besucher kenne ich, möchte mich heute aber nicht mit ihnen unterhalten. Meine Laune ist auf dem Tiefpunkt, seit ich die riesige Beule in meinem geliebten Minicooper gesehen habe. Welcher Idiot auch immer das gewesen sein mochte, wird es mir büßen. Mit Tessa Melone legt sich so schnell keiner an. Okay, vielleicht ist dabei zu erwähnen, dass ich Polizistin bin und damit irgendwie automatisch am längeren Hebel sitze. Dennoch fühlt es sich an einem so beschissenen Abend wie diesem einfach gut an, ein bisschen großkotzig zu sein.

Mir ist heiß und die stickige, vom Rauch ganz kratzige, Luft im Central geht mir auf die Nerven. Es ist so warm hier, dass sogar mein wirklich dünnes Sommerkleid an meiner Haut zu kleben droht. Mein Glas ist beschlagen und die Eiswürfel schmelzen schneller, als ich den Drink leeren kann. Von Minute zu Minute füllt sich der Raum. Immer mehr Besucher drängen hinein, wollen feiern und ihren Alltag vergessen. Mit meinen 30 Jahren liege ich wohl genau im Altersdurchschnitt. Einer der vielen Gründe, warum ich mich sonst ausgerechnet hier so wohl fühle. Ein weiterer Vorteil des Centrals ist der Türsteher, der wirklich genau darauf achtet, wer in die Bar kommt und

wer nicht. Die Gäste sind friedlich, zuvorkommend, vielleicht ein bisschen verrückt, aber niemals so, dass einem unwohl werden würde.

Jemand tritt dicht hinter mich, nicht ungewöhnlich, so voll wie es in der Bar mittlerweile ist. Die Hände, die sich links und rechts von mir abstützen, sind dagegen nicht ganz so normal. Schöne, maskuline Hände, die die Kante des Tresens umklammern, als müssten sie sich daran festhalten. Ich lasse meinen Blick über die definierten, tätowierten Unterarme wandern und bewundere die verschlungenen schwarzen Linien. Davidoff Cool Water dringt trotz der stickigen Luft und des Rauchs in meine Nase. Es riecht frisch und ich liebe es. Beinahe unbewusst lasse ich mich ein wenig zurücksinken, bis ich die breite Brust an meinem Rücken spüre. Der Mann in meinem Rücken kommt mir entgegen, lehnt sich ebenfalls ein wenig an mich. Er überragt mich mindestens um einen Kopf und es fühlt sich gut an, so von ihm eingekesselt zu sein.

„Ganz allein hier, schöne Frau?“, fragt er. Seine Stimme ist rau und sein Atem streicht mit jedem Wort über meine Haut.

Ein Erschauern kann ich gerade noch unterdrücken. „Sieht so aus“, antworte ich und nehme noch einen Schluck aus meinem Glas.

Er schiebt sich noch weiter nach vorn, drückt sich gegen mich und presst mich damit gegen den Tresen. Er hebt eine Hand und winkt den Barkeeper zu sich.

„Hey, Ben, was darfs sein?“, fragt dieser.

„Whisky-Cola und für die Lady einen Gin-Tonic“, gibt Ben zurück und bezahlt die Drinks. Seine Hand geht nicht zurück zum Tresen, sondern auf meine Hüfte.

Sie ist heiß und schwer, fühlt sich gut an, obwohl mir

sowieso schon sehr warm ist. Nicht nur wegen des Sommers, sondern auch wegen seiner Nähe. Ich spüre seine beginnende Erektion an meinem Hintern und drücke mich gegen ihn, genieße es zu spüren, wie sein Atem langsam schwerer geht. Seine Hand wandert tiefer, streichelt meinen Oberschenkel direkt am Saum meines Kleides. Es fühlt sich so verdammt gut an, seine rauen Finger auf meiner Haut zu spüren, dass ich nur am Rande mitbekomme, wie der Barkeeper unsere Drinks vor uns abstellt. Um ihn noch mehr zu reizen, bewege ich mich im Takt der Musik, reibe mich dabei an ihm und genieße es, wie er immer härter wird.

Ben beginnt ebenfalls zu tanzen, es fällt niemandem auf, was wir wirklich tun, weil die meisten Menschen in der dicht gedrängten Menge sich im Takt der Musik bewegen. Seine Hand wandert weiter nach vorn, zwischen meine Schenkel, streichelt federleicht am Saum meines Strings entlang. Seine Lippen sind so nah an meinem Ohr, dass ich trotz der Musik seinen schweren Atem hören kann. Vielleicht fühle ich ihn auch nur, ich bin so in unserem Spiel gefangen, dass ich alles nur noch verschwommen und undeutlich wahrnehmen kann.

„So feucht“, raunt er in mein Ohr und streichelt über den hauchdünnen Stoff. Ich kann ein Stöhnen kaum noch unterdrücken und fixiere mein Glas, um meine Augen nicht zu schließen. Es fühlt sich einfach zu verdammt perfekt an. Seine Lippen streifen leicht über meinen Hals, er liebkost die empfindliche Stelle unter meinem Ohr mit seiner Zunge. Seine Finger schieben sich unter meinen String und streichen zärtlich über meine Mitte. Er stöhnt leise in mein Ohr, während er durch meine Spalte streicht und mit seinen feuchten Fingern meine Klit massiert. Mein Unterleib krampft sich zusammen, will mehr als dieses kleine bisschen. Mir ist heiß und meine Beine werden ganz zittrig, als er immer wieder mit der Spitze eines Fingers an meinem Eingang spielt. Er neckt mich, macht mich ganz verrückt, macht mich süchtig und gibt mir nie genug, um endgültig zu kommen. Es wird immer schwerer, meine Augen offen zu halten, gerade stehen zu bleiben und nicht den Kopf gegen ihn sinken zu lassen. Ich will ihn spüren, mehr von ihm, ich will ihn ganz. Ich will seinen großen Schwanz tief in mir haben, will mit ihm zusammen den Höhepunkt erleben.

Ich drehe den Kopf, damit ich ihn ansehen kann, wenn ich ihm genau das sage. In dem Moment, in dem sich unsere Blicke treffen, schiebt er zwei Finger tief in mich. Er presst seine Lippen auf meine, um mein Stöhnen zu ersticken. Sein Mund ist heiß und nass, sein Kuss tief und leidenschaftlich. Er verschlingt mich, während seine Finger immer wieder

tief in mich stoßen. Ich spüre, wie ich die Kontrolle verliere, wie ich kurz davor bin, hier unter all den Menschen an seiner Hand zu kommen. Ich kralle mich in seinen Unterarm, will ihn dazu zwingen, seine Finger noch tiefer in mir zu vergraben. Ich brauche mehr, brauche ihn.

Sein raues Lachen an meinem Mund warnt mich, dennoch kann ich es nicht verhindern, dass er mir seine Finger entzieht. Seine braunen Augen funkeln vergnügt, als er nach seinem Glas greift und einen Schluck seines Whiskys nimmt. Ich sehe, wie er dabei an seinen Fingern riecht und es macht mich unglaublich an. Mir ist heiß und die große Beule in seiner Jeans sagt mir, dass das alles auch an ihm nicht spurlos vorbei gegangen ist.

„Trink aus“, sagt er und seine vollen Lippen verziehen sich zu einem sexy Lächeln. Dann setzt er sein Glas wieder am Mund an und trinkt in großen Schlucken. Sein Adamsapfel bewegt sich dabei auf und ab und seine Halsmuskeln spannen sich an, als er den Kopf in den Nacken legt, um einen letzten Schluck zu nehmen.

Dann sieht er mich mit einer erhobenen Augenbraue an, schnell greife ich nach meinem Drink und tue es ihm gleich. Ich will nicht länger warten, ich will ihn jetzt tief in mir. Zwischen meinen Beinen kribbelt es angenehm. Ich bin bereit, als er mir seine Hand auf den unteren Rücken legt und mich durch die Menge in den hinteren Teil der Bar schiebt. Ich weiß wohin er möchte, trotzdem beeile ich mich nicht, genieße es lieber, wie er sich hinter mich stellt und mit seinem Körper weiter vorwärtsdrängt. Mit jedem Schritt reibt er sich an mir, macht uns beide nur noch heißer, dann öffnet er die Tür zu den dunklen Toiletten. Auch hier ist es nicht ruhiger, die Musik spielt in voller Lautstärke. Er schiebt mich in die erste Kabine das rote Licht beleuchtet den kleinen Raum kaum, dennoch kann ich das Lächeln auf seinem Gesicht erkennen.

Er beugt sich zu mir, will mich küssen, aber ich drehe mich von ihm weg. Die Hände lasziv an der Tür abgestützt, recke ich ihm meinen Hintern entgegen.

Der Schmerz durchzuckt mich unerwartet, als er seine große Hand auf meinen Hintern knallen lässt. Die Lust, die daraufhin durch meine Körper schießt, lässt mich aufstöhnen.

„Miststück“, sagt er lachend. Dann spüre ich ihn wieder dicht hinter mir. Er schiebt mein Kleid nach oben und meinen String zur Seite. Gleich darauf drückt er die Spitze seines harten Schwanzes an meine Öffnung. Er ist groß und breit, dehnt mich, als er langsam in mich eindringt. Der leichte Schmerz erregt mich noch mehr, lässt mich noch einmal stöhnen. Ben zieht sich aus mir zurück, nur um gleich drauf kräftig in mich zu stoßen. Keuchend werfe ich den Kopf in den Nacken, doch er lässt mir keine Zeit, mich an seine Größe zu gewöhnen. Wieder stößt er zu, dringt noch tiefer in mich ein. Völlig automatisch weiche ich nach vorn aus, doch seine Hände auf meinen Hüften ziehen mich zurück. Er hält mich fest, während er wieder und wieder in mich eindringt, mich dehnt und mich ausfüllt. Ich schreie leise auf, als er sich ganz in mich schiebt und seine Hüften kreisen lässt. Dann greift er fest in meinen Nacken und bewegt sich schnell und hart in mir. Jedes Mal, wenn seine Hüfte gegen meinen Hintern klatscht, keuche ich auf, kann es nicht unterdrücken. Seine zweite Hand schiebt er auf meine Klit, beginnt sie schnell zu reiben und treibt mich so innerhalb von Sekunden an den Rand eines Orgasmus. Das Zittern beginnt in meinen Beinen, Hitze sammelt sich in meiner Mitte, dann verkrampfen sich meine inneren Muskeln.

„Oh fuck!“, stöhnt Ben kehlig und stößt noch schneller in mich. Die Reibung, sein harter Griff, sein keuchender Atem, all das ist zu viel für mich. Ich schließe die Augen und lasse mich fallen, genieße den Strudel der Empfindungen, der meine Gedanken mit sich reißt und mich einfach nur noch fühlen lässt. Da ist nichts mehr, außer dem Beben, das meinen Körper erfasst und mich herrlich leicht sein lässt. Ich spüre, wie Ben hinter mir ganz steif wird, dann ergießt er sich in mir, während er sich fest in mich presst.

Er lehnt sich schwer gegen mich, keilt mich zwischen sich und der Tür ein. Mit seinem Körper und seinen Händen hält er mich aufrecht. Ich bin mir sicher, dass meine Beine mich nicht mehr tragen würden.

„Jesus, Baby“, murmelt er in mein Ohr. Sein Atem geht noch immer genauso schwer wie meiner. Er küsst mich auf den Nacken, was mir wohlige Schauer beschert. Ich liebe das zärtliche Knabbern an meiner Haut, genauso wie seine großen Hände, sie sanft über meinen Körper streichen. Er zieht sich aus mir zurück und ich spüre, wie der Beweis unseres Quickies an meinen Beinen herabläuft. „Wunderschön“, sagt Ben und hört sich mehr als nur zufrieden an, als er mich mustert. Ich fühle mich zu schwach, um mich aufzurichten, genieße lieber seine Finger, die die Feuchtigkeit auf meinen Schenkeln verteilen. Dann dreht er mich an meinen Schultern um, küsst mich zärtlich, liebevoll. Er schmeckt so gut, so vertraut, nach Himbeerkaugummi und gutem Kaffee. Seine Hand liegt besitzergreifend in meinem Nacken, massiert ihn leicht mit seinem Daumen, während seine Zunge meinen Mund erforscht.

Ungeduldiges Klopfen an der Tür lässt uns unseren Kuss beenden. Ben sieht zufrieden aus, satt und träge, wie eine Raubkatze in der Sonne.

Ben sperrt die Tür auf und lächelt dem Gast auf der anderen Seite frech entgegen. „Dann lass uns nach Hause gehen“, sagt er und legt mir einen Arm um die Schultern.

Verwundert sehe ich ihn an. „Hast du schon Feierabend?“

Er nickt. „Ja, wir sind genug heute hier.“ Er sagt das, als hätte er mich nicht gerade zu einem Quickie auf die Toilette gezogen, obwohl wir genauso gut nach Hause hätten gehen könne.

„Hey! Warum hast du das nicht gleich gesagt! Wir hätten es uns zu Hause gemütlich machen können!“

Sein Grinsen wird noch breiter. „Ein bisschen Abwechslung hält die Beziehung frisch.“ Er zwinkert mir jungenhaft zu und tätschelt meinen Hintern.

„Manchmal bist du ein ziemlich lästiger Kerl!“, maule ich, meine es aber nicht wirklich ernst.

Ben küsst mich auf die Schläfe. „Dein lästiger Kerl.“

Das ist er, seit beinahe sieben Jahren und er hat recht, mit ihm wird es nie langweilig. Ich lehne mich stärker an ihn, während er uns nach draußen führt. „Ich liebe dich“, sage ich gerade laut genug, dass er mich hören kann.

„Ich dich auch, Babe.“ Er winkt seinen Kollegen hinter der Bar zu, dann gehen wir nach Hause.

Allie Kinsley

Allie Kinsley schreibt unter anderem die sehr erfolgreiche Fire and Ice-Reihe um eine Artistengruppe, in der es natürlich auch heiß und romantisch hergeht.

Comments

  1. Huiii..mehr fällt mir grad dazu ehrlich nicht ein! 😉
    Echt heiß! 🙂
    Daumen hoch und höher!! :*

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